Nihil fit sine causa.

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Auch alte Kreationen, die aus meiner Feder stammen, unterliegen meinem Copyright... ^.^


gänseblümchen weinen nicht

Gänseblümchen – einfach und schön.
einzeln unbemerkt, werden sie oft
nur in größeren Gruppen geseh’n.

Gänseblümchen – zierlich und klein.
halten sich zurück und wollen doch
nicht unbeachtet sein.

Gänseblümchen – bescheiden und zart.
nicht stolz und schön wie die Rose
und auch nicht so stark.

Gänseblümchen – wie sie jeder schon sah.
in fröhlichen Stunden so oft nicht beachtet
und trotzdem immer für andere da.

Gänseblümchen – stillschweigend und überseh’n.
bleiben auch ohne ( fremde ) Aufmerksamkeit
stets an ihrem Platze steh’n.

Gänseblümchen – die man so unbedacht oft bricht.
leben ihr Leben vor sich hin
aber glücklich oftmals nicht.

Gänseblümchen – missachtet, verlacht.
voll von Zweifeln an unserer Welt
tasten sie sich weiter, ganz sacht.

Gänseblümchen – ignoriert und ungeseh’n.
doch hast du je in deinem Leben
ein Gänseblümchen weinen seh’n?

denn Gänseblümchen weinen nicht.


~*~*~


Faust I – Studierzimmer II ( Vers 1635 – 1707 ) - "die andere"

Mephistopheles:

Hör endlich auf, in Selbstmitleid zu baden,
so kann doch kein Schwein glücklich sein.
Geh’ doch mal raus zu all den andern Würmern.
Die sind wie Du – sieh’s endlich ein.
Ich bin aber leider nicht fies genug,
Dich einfach so in die Pfanne zu hau’n.
Wenn ich das nämlich machen täte,
würd’st Du ganz schön dumm aus der Wäsche schau’n.
Ich wär’ so nett, Dich zu begleiten,
auf das Du das Beste nicht verpasst.
Ich würd’ Dir sogar alle Arbeit abnehm’,
damit Du auch was davon hast.

Faust:

So so, was willst Du denn dafür?

Mephistopheles:

Ach lass ma, das hat Zeit.

Faust:

Das glaubst Du doch wohl selber nicht,
dazu wär’ keine Sau bereit.
Sag’s jetzt endlich, was ist der Haken an der Sache?

Mephistopheles:

Sei lieber froh, dass ich das für Dich mache.
Ich werd’ Dir jeden Wunsch erfüllen
Und wenn er sonst wie sinnlos ist.
Sollst bloß das Gleiche für mich machen,
wenn Du den Jordan rüber bist.

Faust:

Mir ist’s egal, was dann passiert,
wenn ich erst eingebuddelt bin,
weil ich nicht ewig hier sein kann,
muss ich dann halt woanders hin.
Was danach kommt, werd’ ich ja merken,
mal gucken, ob’s mir dann gefällt.
Ich werd’ schon seh’n, ob’s dort normal ist
Oder ’ne verkehrte Welt.

Mephistopheles:

Na wenn das so ist, nichts wie los jetzt.
Genieß die Zeit, die Du noch hast.
Ich zeig’ Dir lauter geile Sachen,
die Du noch nicht gesehen hast.

Faust:

Was bitte soll denn das jetzt sein?
Du müsst’st mir schon was ziemlich Neues zeigen.
Wenn Du’s nicht kannst – wovon ich ausgeh’ –
Dann werd’ ich Dir die Meinung geigen.

Mephistopheles:

Soll ich jetzt Angst haben, oder was?
Das glaubst Du doch wohl selber nicht.
Was immer ich brauch’, um Dich ruhig zu stellen,
ich find’ es garantiert für Dich.

Faust:

Na gut, falls Du mich je zufrieden stellst
Und ich mich mag, so wie ich bin,
dann geb’ ich zu, Du hast gewonnen,
dann ist ja eh schon alles hin.

Mephistopheles:

Na denn, schlag ein.

Faust:

Die Wette gilt.
Wir zieh’n zusammen um die Welt.
Und sollt’ ich echt ma glücklich sein,
hätt’st Du’s geschafft – dann seh’ ich’s ein.
Dann kann die Welt ruhig untergeh’n.
Ich meld’ mich in der Hölle an.
Und wenn’s so kommt, hab’ ich halt Pech,
so viel, wie man eben haben kann.


~*~*~


Le petit prince est tombé du ciel,
il est descendu sur la terre,
et à partir de son endroit d’arrivée
il commence son voyage au désert.

Il passe son temps en parlant au renard
et en parlant à sa fleur,
et il apprend que l’essentiel
n’est que visible avec le cœur.

Les grandes personnes sont trop sérieuses;
il leur manque de l’imagination.
Aux enfants ils demandent beaucoup de patience
et les chiffres sont leur passion.

Après une année sur la planète Terre
le serpent l’aide à sortir,
mais pour tous les gens ayant lu le livre
toutes les étoiles – elles rirent.


~*~*~


keine angst...

Eichenblatt in einen Strauch gehängt
festgehalten von einem Zweig doch tot
keine Angst kleines Blatt
auch wenn Du dort nicht hingehörst
ist es besser
als allein auf Asphalt zu liegen

Apfel in einen Korb Birnen gelegt
auf den ersten Blick ähnlich doch Täuschung
keine Angst kleiner Apfel
auch wenn Du dort nicht hingehörst
ist es besser
als allein auf dem Rasen zu liegen

Mensch in eine Gesellschaft gezwungen
äußerlich gleich doch anders
keine Angst kleines Menschlein
auch wenn Du dort nicht hingehörst
ist es besser
als allein zu existieren

Mensch in einer Gruppe von Freunden gefangen
scheinbar miteinander doch einsam
keine Angst kleines Menschlein
auch wenn Du dort nicht hingehörst
ist es besser
als allein zu sterben

oder doch nicht?

Eichenblatt zu Boden gefallen
allein im Gras doch freier
keine Angst kleines Blatt
auch wenn Du dort nicht hingehörst
wird es doch vorübergehen


~*~*~


hymn to my fahrrad (unvollendet)

hallo, mein schadz, ich liebe dich,
du bist das einzige für mich.
die ander’n find ich alle doof,
deswegen roll’ (hol’) ich dich vom hof.

du bist so anders, ganz speziell,
ich merke so was immer schnell,
drum habe ich dich auserkoren
und mein herz an dich verloren.

noch ist’s nicht dunkel, noch ist nicht nacht,
da ist noch eine radtour angebracht.

denn du bist prima,
das ist doch wohl sofort klar.
fährst tapfer bei jedem klima,
ganz ohne zweifel bist du mein star.

du trägst mich dahin, wo ich will,
erträgst auch mein gequatsche still,
und selbst am berg machst du nicht schlapp,
nur mir wird dort die luft oft knapp.

du rollst durch’s land ganz ohne klage,
du bist großartig, keine frage,
(und) dich zu haben ist mein glück,
der händler kriegt dich nie zurück.

du bist mein schadz und ich bleib dir treu,
weil ich mich jeden tag über dich freu.

du bist fantastisch,
ich zweifelte noch nie daran,
wir fahr'n gemütlich, nisch hastisch,
deswegen kommen wir auch immer an.

(in anlehnung an "männer sind schweine"...)


~*~*~


quite...

the sun is shining down on me,
tanning me quite easily,
making every color shine,
so the world seems quite divine.
and it gets quite hot 'round here,
no clouds up there to interfere,
but i quite like this kind of day,
and so i'll be on my way.


~*~*~


sun is shining down,
love is all around,
circles us, then flies away,
like it did the other day.


~*~*~


hello, my dear, how do you do?
i am so glad to be with you.
you are the sweetest thing i know,
i come to you (so now i'm here) and off we go.

you really are the greatest thing,
with all my heart to you i cling.
you make me feel so very well.
all other bikes can go to hell.

i really love you, please trust in me
and this is just the way it has to be.

you are my darling,
and i am your greatest fan.
i hope you can hear me (my) calling.
i'll come to you as fast as i can.


~*~*~


frühling mal anders...

armer schnee, der nun nicht mehr bei uns bleiben kann,
arme samenkörner, die kaputtgehen müssen, weil blumen aus ihnen sprießen wollen,
armes streusalz, das jetzt nicht mehr gebraucht und wieder ignoriert wird,
arme laubbäume, die ihre schönen skelette nicht mehr unverhüllt zeigen können,
arme nadelbäume, die nun wieder konkurrenz bekommen,
arme singles, von denen erwartet wird, dass sie sich mit neuem eifer auf partnersuche begeben,
arme wollpullover, die nun wieder im schrank eingesperrt werden,
arme winterschläfer, die wieder wach werden müssen,
arme haut, die sich wieder von der sonne verbrennen lassen muss,
und vor allem...
armes ich, das zu wenig zeit hat, das schöne wetter ausgiebig zu genießen...


~*~*~


Manon

Manon Lescaut,
I love you so.
You make me cry.
I don’t know why.
You cheat on me,
As I can see.
You don’t regret –
Das ist nicht nett.


~*~*~


freunde...?

noch nicht freunde...
lustige unternehmungen
gespräche über alles und nichts
zeit nicht haben, sondern sich nehmen
gegenseitiges kennenlernen
auch mal uneinigkeiten
aufbau von vertrauen
der reiz des neuen
freude bei jedem anruf, jeder nachricht

inzwischen freunde...
gespräche über sorgen und nöte
vermeidung von streitbaren themen
scheinbares gegenseitiges kennen
sich zeit nicht mehr nehmen, sondern haben (oder auch nicht)
kurzfristige absagen
fadenscheinige ausreden
sinken auf der wichtigkeitsskala
einkehr von selbstverständlichkeit

noch freunde...
zeit weder haben noch sich nehmen
häufige enttäuschungen
nachlassen von vertrauen
abgedroschene phrasen
„wenn irgendwas ist – ich bin immer für dich da
du kannst jederzeit mit mir reden“
„freunde“ in der not
warum nicht auch sonst?


~*~*~


The hermit

Rough stones at him they were throwing;
To smile, despite pain, managed he.
Himself, not a role, should be showing.
Into his heart no one did see.
And no one did see him crying;
The desert was where he did go.
The stones, at him they kept flying.
He used them – his home he built so.

(übersetzung zu "der eremit" von mascha kaléko)


~*~*~


Don’t belong here anymore.
Funny just how fast that went.
Am I different, have I changed?
Any rules that I have bent?

Don’t belong here anymore.
Happy faces that I see.
Are they different, have they changed?
I don’t know; it must be me.

Don’t belong here anymore.
Out of eye and out of mind.
Are we different, have we changed?
And have I been left behind?

Don’t belong here anymore.
Have I too long been blinking?
Is it different, has it changed?
Or is it just my thinking?


~*~*~


I am so glad you made it here –
I did not think you would;
And so – to give you an awesome time –
I did the best I could.

I made you walk around a lot,
And climb a lot of stairs,
And we saw castles, rivers, flowers,
And, in Berlin, some bears.

We watched some movies, played some games,
And put on rollerblades.
We sang some songs and I showed you
The equivalent of spades.

We had some pizza, chocolate, ice cream,
Zucchini and much more
Including pasta, soup and döner
And Greek food we’d been asking for.

You got to ride on trains and trams,
And on my mother’s bike.
I made you see a lot of things
That I hoped you would like.

We went to Meißen: Albrechtsburg
And also up the dome.
We went to Oschatz, Dresden, Leipzig,
And now you are back home.

I just want you to know how much
I loved to have you here,
And I do hope you will come back
In spite of boobs and beer.

[dedicated to leah vuyovich]


~*~*~


Lied von der verwelkten Blüte

Blütenblätter fall’n zu Boden;
der kleinste Windhauch treibt sie fort:
leicht und trocken, sanft und traurig,
sind manchmal hier und manchmal dort.

Sacht wiegt sich der leere Stängel,
erinnert sich der Farbenpracht,
die er trug während des Sommers,
doch deren Glanz er nie bedacht.

Langsam nun beginnt das Welken
und alle Farben werden matt –
neidisch blickt man auf die Tanne,
die ihre Nadeln immer hat.

Doch eine Blume hat dies Glück nicht:
die schöne Blüte löst sich auf,
doch denkt dabei an ihre Rückkehr
und träumt davon und freut sich drauf.



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